Sonnenallergie bei Babys
Babys haben die empfindlichste Haut von allen. Die Haut ist noch gar keine UV-Strahlung gewöhnt. Bei vielen sonnenallergischen Reaktionen sind besonders ungebräunte Hautstellen betroffen. Im Fall eines Babys also der gesamte Körper. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen die besondere Spezifik von Babyhaut, wo Gefahrenpotenzial liegt und welche Schutzmaßnahmen Sie gegen UV-Strahlung bei Babys ergreifen können.
Babyhaut
Babyhaut entwickelt sich sehr schnell. Am rasantesten ist dabei die Veränderung innerhalb der ersten 2 Wochen nach der Geburt. Die Haut des Babys hat zwar schon viele Gemeinsamkeiten mit der Haut eines Erwachsenen. Dennoch gibt es Unterschiede:
Der entscheidene Unterschied beim Thema Haut und Sonne ist, das die Produktion von Melanin in der Babyhaut geringer ist, wie bei Erwachsenen. Deswegen braucht Babyhaut ganz besonders intensiven Sonnenschutz.
Ein weiterer Unterschied ist, das ein Baby zum Beispiel eine weitaus geringer entwickelte Hornschicht besitzt. Diese oberste Hautschicht besteht bei Erwachsenen aus mehreren Zellschichten - bei Babys nur aus getrennten Zellen.
Auch die Dermis ist bei Babys noch nicht voll entwickelt. Die Fasern sind kürzer und dünner. Deswegen ist Babyhaut auch noch nicht so elastisch, wie die von Erwachsenen.
Ein Baby hat weiterhin nicht so aktive Schweißdrüsen in der Haut. Zwar sind bereits alle Drüsen entwickelt, aber ihr Anschluß an das sympatische Nervensystem ist noch nicht vollständig gegeben und daher arbeiten sie noch recht unregelmäßig. Gerade große Hitze, wie zum Beispiel in der Sonne, ist deswegen besonders gefährlich, da die Körpertemperatur nicht durch schwitzen herab geregelt werden kann.
Die Talgdrüsen eines Babys sind nach der Geburt sehr aktiv und sorgen für die "Käseschmiere", die die Babyhaut vor Umwelteinflüssen schützt und gut mit Feuchtigkeit versorgt. Danach verkleinern sie sich und werden erst in der Pubertät wieder größer. Damit ist der Schutzfilm eines Babys auch anders, wie der eines Jugendlichen oder Erwachsenen.
Etwas unerklärlich aber wissenschaftlich bewiesen ist, dass Babyhaut weit weniger zu Kontaktallergien neigt, wie die Haut von Kindern ab 3 Jahren und Erwachsenen.
Sonnenallergien bei Babys
Eine Sonnenallergie bei einem Baby ist eher auszuschließen. Die Hauteigenschaften und die fehlende Neigung zu Kontaktallergien machen das eher unwahrscheinlich. Sonnenbrände können allerdings zu einer echten Bedrohung für das Baby werden, sowohl kurzfristig als auch langfristig. Meiden Sie also dennoch dringend direkte UV-Einstrahlung.
UV-Schutz bei Babys
Setzen Sie ein Baby unter 1 Jahr nie direktem Sonnenlicht aus. Aufgrund der Hauteigenschaften kann das sehr gefährlich werden. Einerseits kann die Haut viel leichter verbrennen (Sonnenbrand), da sie in keinster Weise vorgebräunt ist und das Melanin noch nicht so gut entwickelt wird. Auf der anderen Seite schwitzt ein Baby weniger und kann sich so kaum Linderung durch Abkühlung verschaffen. Ein Aufenthalt in der Sonne wird also schnell unerträglich.
Ob eine Hautreaktion wirklich eine Sonnenallergie ist, kann nur der Hautarzt feststellen. Babys neigen generell häufiger zur Bildung von Pappeln auf der Haut (kleine Knötchen). Damit es gar nicht erst soweit kommt, beachten Sie bitte folgendes:
- dem Baby immer dünne aber lange Kleidung anziehen
- Mützen wählen, die auch den Nacken abdecken und einen Schirm haben, der Sonnenlicht auf Stirn und Augen verhindert
- wenn möglich, dann eine Sonnenbrille aufsetzen
- den gesamten Körper mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen und keine Stelle auslassen
- am Strand Schuhe anziehen, mit denen das Kind ins Wasser kann
- nur Spielorte im Schatten erlauben
Das klingt alles streng und nahezu übertreiben. Denken Sie aber immer an den Vergleich, dass die menschliche Haut wie ein Konto ist. Buchen Sie schon im Baby- und Kleinkindalter zu viel davon ab, gibt es keine Schutzfunktion mehr im Erwachsenenalter. Ein Baby kann in dieser Hinsicht nicht auf sich selbst aufpassen und ist auf ihre Fürsorge angewiesen.
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